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Neuer Toyota Hilux feiert Europapremiere mit Hybrid- und Elektroantrieb


Toyota hilux launch in Brussels, January 2026

Toyota nutzt die Brussels Motor Show 2026 für die Europapremiere des neuen Hilux. Die neunte Generation des weltweit bekanntesten Pick-ups tritt mit einer deutlich erweiterten Rolle an: Sie soll die mechanische DNA bewahren, die den Hilux berühmt gemacht hat, und gleichzeitig erstmals vollelektrische Antriebe integrieren.

Dabei handelt es sich nicht um eine Studie oder Designübung. Der in Brüssel gezeigte Hilux ist ein seriennahes Modell, und zum ersten Mal in seiner Geschichte wird die Baureihe sowohl mit einem Mild-Hybrid-Diesel als auch mit einer vollelektrischen Variante angeboten.

Weiterentwicklung statt Neuanfang

Seit seiner Einführung 1968 steht der Hilux für ein einfaches Versprechen: Er funktioniert, und er hört nicht auf zu funktionieren. Mit über 27 Millionen verkauften Fahrzeugen weltweit sieht Toyota wenig Anlass, dieses Grundprinzip zu verändern.

Auch das neue Modell bleibt dem klassischen Aufbau treu. Es setzt weiterhin auf einen Leiterrahmen und wird in Europa ausschließlich als Doppelkabine angeboten. Nutzlast und Alltagstauglichkeit sollen damit ebenso abgedeckt werden wie Komfort und Sicherheit. Die bekannten Toyota-Werte Qualität, Haltbarkeit und Zuverlässigkeit bilden weiterhin das Fundament der Konstruktion.

Optisch wirkt der neue Hilux kantiger und moderner. Toyota spricht von einem „Tough and Agile“-Design, doch entscheidender ist, dass die Proportionen konservativ bleiben. Keine Lifestyle-Spielereien, kein radikaler Stilbruch. Der Hilux bleibt ein Arbeitsfahrzeug.

Zwei elektrifizierte Optionen

Anstatt auf eine einzige Lösung zu setzen, folgt Toyota beim Hilux seiner Multipath-Strategie. In Europa stehen zwei elektrifizierte Antriebsvarianten im Mittelpunkt.

Das Volumenmodell wird der Hybrid 48V sein, der einen 2,8-Liter-Dieselmotor mit einem Mild-Hybridsystem kombiniert. Ziel ist eine ruhigere, effizientere Leistungsentfaltung ohne Veränderung des grundlegenden Fahrzeugcharakters.

Daneben steht erstmals ein vollelektrischer Hilux – ein deutlicher Bruch mit der bisherigen, stark kraftstoffbasierten Tradition des Modells.

Hybrid 48V: bekannte Technik, kultivierter

Der Hybrid 48V basiert auf dem bekannten Dieselantrieb. Eine kompakte Lithium-Ionen-Batterie unterstützt den Motor beim Anfahren und Beschleunigen, reduziert Geräusche und verbessert die Gasannahme.

Die praktischen Eckdaten bleiben unverändert. Eine Tonne Nutzlast, 3,5 Tonnen Anhängelast und 700 mm Watttiefe entsprechen weiterhin dem klassischen Hilux-Profil. Die Hybridkomponenten beeinträchtigen weder Bodenfreiheit noch Offroad-Geometrie.

Auch die bekannten Assistenzsysteme bleiben an Bord, darunter Multi-Terrain Select, Multi-Terrain Monitor und Panoramic View Monitor.

Für die meisten europäischen Käufer wird diese Variante die logische Wahl sein: ein Diesel mit modernerem Fahrverhalten, aber ohne Einschränkungen im Einsatzbereich.

Hilux BEV: elektrisch, aber strukturell unverändert

Der eigentliche Technologiesprung ist der Hilux BEV. Statt eines Lifestyle-Umbaus integriert Toyota den Elektroantrieb in die bestehende Leiterrahmenstruktur.

Eine 59,2-kWh-Batterie versorgt zwei Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse und sorgt für permanenten Allradantrieb. Das maximale Drehmoment liegt bei 205 Nm vorne und 268 Nm hinten.

Die WLTP-Reichweite beträgt bis zu 257 km im kombinierten Zyklus, in der Stadt bis zu 380 km. Die Nutzlast sinkt auf 715 kg, die Anhängelast auf 1,6 Tonnen – ausreichend für viele Einsätze, aber klar auf urbane und regionale Nutzung ausgelegt.

Die Offroad-Werte bleiben weitgehend erhalten. 212 mm Bodenfreiheit und 700 mm Watttiefe entsprechen den Verbrennervarianten. Ein speziell für den BEV entwickeltes Multi-Terrain-System regelt Brems- und Drehmomentverteilung, während Shift-by-Wire die klassische Getriebesteuerung ersetzt.

Das Ergebnis ist ein Pick-up mit leisem, direktem Antrieb und ohne lokale Emissionen, der dennoch dem traditionellen Hilux-Aufbau folgt.

Markteinführung und Ausblick

Der Hilux BEV soll ab April 2026 in Europa erhältlich sein, der Hybrid 48V folgt im Juli. In ausgewählten Märkten bleiben auch konventionelle Diesel- und Benzinversionen im Programm.

Konkrete Leistungsdaten und Preise sind noch offen, doch die strategische Richtung ist klar. Toyota ersetzt den Hilux nicht – es erweitert ihn.

Erstmals ist der Hilux nicht mehr nur ein weltweiter Arbeitstier, sondern eine Plattform, die verschiedene Antriebskonzepte trägt, ohne ihre mechanischen Grundlagen aufzugeben.

Ob ein elektrischer Hilux im entlegenen Einsatz wirklich überzeugen kann, wird die Praxis zeigen. Doch Toyotas Botschaft ist eindeutig: Elektrifizierung gehört ab sofort zur Hilux-Geschichte.

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