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Capmany Käsekuchen: Ein Dorfrezept, das die Region des Empordà nie verlassen hat


Eine Portion Capmany Käsekuchen mit Marmelade

Katalonien ist nicht einfach nur ein Reiseziel. Es ist ein Ort, der Neugier belohnt.

Man kommt zunächst wegen der Landschaft. Die Pyrenäen im Norden, scharf gezeichnet und still, wo sich Pisten in Wäldern verlieren und die Luft mit jedem Kilometer klarer wird. Dann wird das Land weicher, rollt nach Süden durch Weinberge, Olivenhaine und Trockenmauern, bevor es sich schließlich zum Mittelmeer hin öffnet, wo Licht, Salz und Geschichte nebeneinander existieren.

Aber es sind die Menschen, die bleiben.

Katalonien hat eine starke Identität. Nicht laut, nicht inszeniert—einfach da. Man spürt sie in kurzen Gesprächen in Tavernen, in der Art, wie Essen ohne Aufwand zubereitet wird, im stillen Stolz hinter lokalen Traditionen. Das hier ist kein Ort, der für Touristen gebaut wurde. Es ist ein Ort, der einen langsam hineinlässt, wenn man aufmerksam ist.

Für jemanden, der reist, um zu verstehen und nicht nur zu sehen, funktioniert das.

Man kann alten Handelswegen in die Berge folgen, neben einem vergessenen Kloster stehen bleiben oder bei einem Winzer sitzen, der seit Generationen dasselbe Land bewirtschaftet.

Es gibt Raum, sich zu bewegen, aber auch Tiefe, wenn man anhält.

Katalonien bietet beides: Distanz und Detail. Und diese Kombination ist selten.

Ist es da überraschend, dass wir nach einem Tag auf abgelegenen Pisten in Capmany ankamen, auf der Suche nach einem Restaurant, um die Eindrücke des Tages sacken zu lassen—etwas, das man tatsächlich festhalten kann?

Die Wege hatten uns aus den Ausläufern der Albera hinuntergeführt, die Reifen weiß eingestaubt, die Hitze noch immer über der Motorhaube flimmernd. Capmany kündigt sich nicht an. Es ist einfach da. Steinmauern, ein Kirchturm, das leise Summen eines Ortes, der schon lange existierte, bevor jemand darüber nachdachte, ihn zu beschreiben.

Ohne großen Plan parkten wir und gingen los, mehr nach Gefühl als nach Karte, bis wir Cal Ferrer fanden. Ein Restaurant in Gewölbefundamenten. Fünf Tische draußen auf dem Gehweg, ein paar mehr drinnen in einem Raum mit freigelegtem Mauerwerk.

Modern, ja. Aber ohne Inszenierung. Keine Speisekarte für Laufkundschaft optimiert. Einfach ehrliches Essen, das zu dem Land gehört, durch das wir gefahren waren, und Wein, der kaum Weg hinter sich hatte. Ein Ort, an dem Gespräche leiser werden, an dem Zeit ihren Griff lockert und an dem der Tag, der Staub, die Strecke und kleinen Entdeckungen plötzlich Sinn ergeben.

Cal Ferrer restaurant schild
42°22’25.7″N 2°55’14.3″E

Hier haben wir es gefunden. Ein einfaches, bemerkenswertes Dessert. Cremiger Käsekuchen, serviert mit einem Löffel Marmelade. Üppig. Und zu meiner Überraschung ohne Boden… ein stiller Vorteil für alle mit Glutenunverträglichkeit.

Dieses Detail ist geblieben. Weil es bedeutete, dass hier nichts angepasst wurde. Nichts neu erfunden. Es war schon immer so.

Und das ist das Besondere an solchen Orten. Rezepte verändern sich kaum.

Um es sprichwörtlich auf die Spitze zu treiben, wenn man einen GROVE- oder Omnia-Ofen dabeihat und bereit ist, etwas Gas zu opfern, lässt sich dieses Dessert mit fünf Zutaten überall zubereiten, wo die Räder am Ende des Tages stillstehen.

Das Rezept (unten) am besten zuerst zu Hause ausprobieren. Dann die Mengen für unterwegs und den jeweiligen Ofen anpassen.

Tristan Brailey hat es mehr als nur ein paar Mal gemacht. Es gelingt immer.

für 8-10 Personen
Garzeit 25-30 Min.
benötigt werden Rührschüssel, Messbecher, Schneebesen, Springform (oder wie hier im Bild: eine Omnia Silikon-Backform)

Zutaten:

1 kg Philadelphia (oder ein anderer Frischkäse)
360 g Zucker
7-8 Eier
1 TL Vanilleextrakt
ein wenig brauner Rohrzucker (zum leichten Karamellisieren der Oberfläche)

Backofen auf 170°C vorheizen.

Alle Zutaten in einer großen Schüssel mit dem Schneebesen glatt und cremig rühren.

Die Springform (26 cm) oder eine andere runde Backform mit Butter, Öl oder Backpapier auslegen (das Backpapier sollte über den Rand der Form hinausragen). So lässt sich der Cheesecake später leichter aus der Form lösen. (Man kann auch eine kleinere Form für einen höheren Käsekuchen verwenden, muss dann aber möglicherweise die Backzeit verlängern, damit die Mitte nicht zu flüssig bleibt).

Auf der mittleren Schiene 25-30 Minuten backen (im Omnia: ca. 30 Minuten bei mittlerer bis kleiner Hitze.

Anm. Aufgrund der kleineren Form habe ich hier eine geringere Menge der Frischkäsemischung verwendet).
Der Kuchen wird aufgehen, aber keine Sorge—er setzt sich, wenn er aus dem Ofen kommt.

Den Cheesecake langsam abkühlen lassen und nach etwa einer Stunde in den Kühlschrank stellen. Vor dem Herausnehmen aus der Form vollständig abkühlen lassen. Nach einigen Stunden im Kühlschrank sollte der Käsekuchen so weit abgekühlt sein, dass er geschnitten werden kann. (Ich empfehle, den Cheesecake am Vortag zuzubereiten, damit er gut gekühlt über Nacht durchziehen kann).

Mit einem Glas Sherry genießen!


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