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Es gibt Umbauten…und es gibt Statements.
Das Fahrzeug, das hier vor mir steht, gehört eindeutig zur zweiten Kategorie.
Die Basis ist ein INEOS Grenadier Quartermaster Trialmaster: der langradständige Lastenträger der Grenadier-Familie. In der Serie schon ein verdammt gutes Auto. Bequem, solide und absolut in der Lage, dich und deine Ausrüstung quer durch Kontinente zu bringen. Ich selbst bin über 20.000 km mit einem Quartermaster unterwegs gewesen—über Gebirgspässe, durch glühend heiße Wüsten und über polare Eisfelder. “Out of the box” ist er bemerkenswert gut. Aber “gut genug” gehört nicht zu Matzkers Vokabular. Nicht, wenn die Technik existiert, um aus Potenzial etwas Herausragendes zu machen.
Hier kommt der MG6-Commando ins Spiel: ein Quartermaster, der nicht mit Federn oder Bodylift angehoben wird, sondern mit etwas weitaus Ernsterem. Portalachsen von LeTech. Genau die Art von Technik, die der Mercedes G-Klasse ihre ihre legendäre Geländegängigkeit verliehen hat, wenn andere längst aufgegeben haben.
Nur sind das hier keine Mercedes-Achsen. Und dieser Unterschied zählt. Denn dieser Umbau ist nicht fürs Schaufenster. Er ist nicht experimentell. Kein Prototyp. Das hier ist unmissverständlich real. Bewährte Teile. Bewährte Performance. Laut Matzkers Bernhard Körner ist es außerdem ein Fahrzeug, das besser fährt als die Serie. Auf der Straße wie im Gelände.
Eine Aussage, die im Land-Rover-Kosmos niemand leichtfertig trifft.

Eins vorweg: Portalachsen sind nichts Neues. Sie werden seit Jahrzehnten an Feuerwehrfahrzeuge, Forstmaschinen, Militärfahrzeuge und arktische Transporter geschraubt. Aber im zivilen 4×4-Bereich werden sie oft missverstanden, schlecht konstruiert oder falsch umgesetzt.
Wer einmal in einem Eigenbau-Hybrid mit Volvo-Lappländer-Portalen oder einem monströsen Axlelift saß, kennt das Gefühl: Lärm, Vibrationen, Geometrieprobleme, fragwürdige Lenkung, zweifelhafte Haltbarkeit. Umbauten, die heroisch aussehen, aber bei Tempo 80 zur Lebensgefahr werden.
Bernhard sieht das genauso: “Es gibt so viele katastrophale Ergebnisse. So ein Auto wollte ich nicht einmal geschenkt haben. Eigentlich haben wir uns nie mit dem Thema beschäftigt, weil wir gar nicht die Kapazitäten hatten, so etwas selbst zu machen.”
Der Wendepunkt kam, als Andreas Lennartz—Gründer der LeTech GmbH & Co. KG, OEM-Lieferant für Mercedes-Benz und der Mann hinter den besten G-Klasse-Portalsystemen—Bernhard die Schlüssel zu einem von LeTech umgebauten Grenadier in die Hand drückte und sagte: “Fahr den mal.”
Bernhard erwartete das Übliche: imposantes Aussehen, furchteinflößendes Fahrverhalten. Stattdessen kam etwas völlig anderes.
“Ich war erstaunt. Auf den ersten Metern vergisst man, dass man in so einem beeindruckenden Auto sitzt. Man fährt damit 160 auf der Autobahn, genau wie in Serie.”
Ein portalbereifter Truck, der genauso gut fährt wie die Serie? Das lässt einen aufhorchen.
Einer, der besser fährt? Das setzt einen neuen Maßstab.
Und genau das ist der MG6-Commando.
OEM-Portaltechnik, kein Wunschdenken
Diese Portale sind keine Möchtegern-Aftermarket-Teile. Sie stammen von demselben Ingenieur, dessen Systeme bei Mercedes als die einzigen wirklich funktionierenden galten. (Als der Hersteller später eigene Portale entwickelte, folgten Probleme—inklusive Rückrufe.)
Diese Einheiten? Das sind die mit dem Leistungsausweis. “Die funktionieren fehlerfrei.”
Der Quartermaster behält seine originalen Achsen, die jedoch verstärkt, angepasst und so modifiziert werden, dass die Portaltechnik vollständig integriert ist. Nichts Ungenaues. Keine Kompromisse.

Ein Fahrgefühl, das Erwartungen sprengt
Das Überraschendste am Umbau ist weder die Bodenfreiheit noch die Optik, sondern die Raffinesse.
Portalachsen bringen normalerweise Nachteile mit sich: Geräusche, Belastung im Antriebsstrang, eine schwammige Lenkung. Hier findest du nichts davon.
Stattdessen:
Du kannst die Schlüssel jemandem geben, der sonst nur Serien-SUVs gefahren ist—und er kommt klar. Ein echter Game-Changer.
Unter dem Fahrzeug
Portalachsen sind nicht alles, was den MG6-Commando ausmacht. Sie sind nur der Anfang.
Der Quartermaster bekommt Matzkers kompletten Unterfahrschutz, der aus 8 mm starkem Aluminium in Luftfahrtqualität gefertigt ist—das stärkste auf dem Markt verfügbare Material.


Das ist kein dünnes, optimistisch geformtes Blech. Dieses System hat bereits 80.000 km auf einem Testfahrzeug hinter sich. Darunter echtes Gelände und unfreiwilliger “Feindkontakt”.
Das Resultat:
Der Unterschied zwischen Show-Parts und Komponenten, die den Ernstfall aushalten.
Portalachsen heben den kompletten Antriebsstrang an. Das verändert die Geometrie, den Schwerpunkt und die Lasten, die das Serienfahrwerk nie tragen musste.
Deshalb ersetzt Matzker das gesamte System:
Das Ziel: Handling bewahren, Performance erhöhen, Kippneigung vermeiden.


Mehr Masse, mehr Hebelwirkung, mehr Reifen = mehr Bremskraftbedarf.
Der MG6-Commando erhält eine sauber abgestimmte Big-Brake-Anlage: Scheiben, Beläge, Sättel—ausgelegt für höhere rotierende Massen.
Nicht Kosmetik. Ein Muss.
Die Diskussionen im Internet zur Grenadier-Lenkung sind bekannt. Ein Lift könnte das verschärfen.
Matzkers Vorgehen:
Ergebnis: “Dieses Internetphänomen wird es hier nicht geben.”
Die Portale erklären nur die halbe Höhe. Der Rest kommt von den BFGoodrich MudTerrain 37×12.50 R18, einem Maß, das Bernhard “typisch für radikale amerikanische Builds” nennt. Aggressiv und auf Traktion ausgelegt.

Montiert auf Individual-Schwerlast-Felgen (9Jx18H2 ET55, einteiliges geschmiedetes Leichtmetallrad, LK 8/165, ML 122,5), die mattschwarz beschichtet sind.

Wichtig ist: Diese Kombination macht den Quartermaster zu etwas, das die Serie nie sein kann. Und im Gegensatz zu vielen Big-Tyre-Umbauten ist der Antriebsstrang darauf ausgelegt.
Sinnvolles Zubehör


Man würde erwarten, dass ein Umbau dieses Ausmaßes brutal ist. Laut, hart, unhandlich. Ein Fahrzeug, das Respekt verlangt und im Alltag eher ungeeignet ist. Der MG6-Commando verhält sich anders.
Laut Matzker:
Der einzige echte Kompromiss? „Wir sind definitiv nicht mehr tiefgaragentauglich.”
Aufgrund der höher sitzenden Ladefläche und veränderten Sichtlinie sind Rückfahrkameras sinnvoll. Abgesehen davon bleibt es ein Fahrzeug, mit dem du um 7 Uhr morgens zum Brötchenholen fährst, ohne Nachbarn oder LWS zu schocken.
Der MG6-Commando sieht extrem aus, fährt sich aber kultiviert.
Du musst kein Dakar-Pilot oder Ex-Militärfahrer sein. Gib jemandem den Schlüssel, zeige auf einen Bergpfad und er kommt an. Ingenieurskunst, getarnt als Einfachheit.
Bernhards ehrliche Antwort: “Für alle und für keinen.”
Ein Portal-Quartermaster ist selten eine Notwendigkeit, außer vielleicht für die Feuerwehr, den Katastrophenschutz oder spezialisierte Einsatzkräfte. Aber wie bei allen ernsthaften Umbauten geht es am Ende um Absicht und Leidenschaft.
Warum entscheiden sich Käufer dafür?
Zuverlässigkeit fernab der Zivilisation
Bist du in abgelegenen Regionen unterwegs, ohne Hilfe in Reichweite, ist jeder Zentimeter Bodenfreiheit eine zusätzliche Versicherung.
Die letzten 2% Fähigkeit
Die meisten brauchen sie nicht. Aber wer sie braucht, hat sie.
Ingenieurfaszination
Manche Umbauten entstehen aus purer technischer Begeisterung.
Reisesicherheit
Bernhard sagt: “Wer Langstrecken fährt und maximale Sicherheit haben möchte, um am Ziel anzukommen, der bleibt mit diesem Auto auf keinen Fall stehen.”
Fahrfreude
Manche Maschinen sprechen eine innere Stimme an. Der MG6-Commando ist eine davon.
Da es sich nicht um einen Kundenauftrag handelte, wurde Matzkers Leistungskit bewusst nicht verbaut. Bernhard betont jedoch: „Wenn der zukünftige Besitzer dieses Auto ernsthaft nutzen will, ist das Upgrade ein No-Brainer.”
Warum? Weil viele Anbieter elektronische Gaspedal-Tuningboxen nutzen, die Fahrzeuge im Low-Range fast unfahrbar machen. Der Grenadier hingegen ändert seine Gaspedalkennlinie bereits ab Werk, sobald er in die Geländeuntersetzung schaltet. Eine künstliche Verstärkung darauf? Desaster.
“Das ist das Verkehrteste, was man machen kann.”
Stattdessen greift Matzkers optionale Leistungssteigerung direkt ins Motormanagement ein, basiert auf mehr Drehmoment – und ist tatsächlich praxisgerecht einsetzbar:
Damit wird aus dem Quartermaster ein langstreckentauglicher Grand Tourer…erst recht in Kombination mit den Fähigkeiten des MG6-Commando.

Der MG6-Commando ist mehr als nur ein Quartermaster mit Portalen. Er ist ein Quartermaster in einer neuen Interpretation.
Militärtaugliche Technik. Zivile Alltagstauglichkeit. Expeditionstaugliche Zuverlässigkeit. Ein Fahrzeug, das dich auf zwei Arten überrascht: Zuerst mit seiner Präsenz. Dann mit seinem Fahrverhalten.
Viele Portal-Umbauten sehen zwar aus wie Waffen, fahren sich aber wie Kompromisse. Dieser hier? Er sieht aus wie eine Waffe und fährt wie ein Präzisionswerkzeug.
Wenn du also die fähigste, vertrauenerweckendste und am besten durchdachte Interpretation der Grenadier-Plattform suchst…dann ist diese hier genau die Richtige für dich.
| Maße / Geometrie | Quartermaster ab Werk | Matzker MG6-Commando |
| Gesamtlänge, mm | 5400 | 5400 |
| Breite mit Spiegel, mm | 2146 | 2146 |
| Breite ohne Spiegel, mm | 1943 | 2140 |
| Höhe, mm | 2019 | 2269 |
| Spurbreite, mm | 1645 | 1833 |
| Bodenfreiheit, mm | 264 | 450 |
| Böschungswinkel vorne, ° | 35.5 | 45.5 |
| Rampenwinkel, ° | 26.2 | 39.5 |
| Böschungswinkel hinten, ° | 22.6 | 38 |
| Wattiefe, mm | 800 | 1050 |
Bilder: Tristan Brailey | Jan Werner
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